Europa

Frohe Weihnachten – daheim in Stuttgart!

Weihnachtsmarkt, Stuttgart

Egal wie lange wir unterwegs sind, nach Hause zu kommen ist immer wieder ein besonderes Gefühl. Weihnachten haben wir schon an verschiedenen Orten verbracht, aber in der Heimat ist es doch immer noch am schönsten. Wir beide leben seit vielen Jahren in Stuttgart und Umgebung und fühlen uns, egal wie weit wir weg sind, mit diesem Ort verbunden.  Auch wenn viele Orte in denen wir gelebt haben ein Stück zu unserer Heimat wurden, Stuttgart ist letztendlich der Ort an dem wir aufgewachsen sind. Wir berichten oft über fremde Länder, die irgendwo verstreut auf der Welt liegen, aber heute schreiben wir über unser Zuhause, der Hauptstadt des Schwabenlands Stuttgart.

Stuttgart, auch bekannt als Benztown oder Stuggi, wird von den meisten Touristen eher umfahren. Klar wir haben kein Schloss Neuschwanstein, kein Brandenburger Tor, keinen Hafen wie in Hamburg und kein Kölner Dom. Wer aber Stuttgart kennt, schätzt die Stadt und weiß genau in welche Ecken man gehen muss. Welche andere deutsche Großstadt liegt in einem traumhaften Kessel eingebettet? Nach Süden hin sind die Bergwälle durch Weingärten und baumreiche Wälder und Höhenlagen geprägt.

Stuttgart, Deutschland
View from Santiago de Chile Square in Stuttgart
Auszug aus dem Geschichtsunterricht

Genau auf diesen Ort wo sich der Kessel öffnet, geht die Geschichte der größten Stadt Baden-Württembergs zurück. Die Römer ließen sich im heutigen Stadtteil Bad Cannstadt um das Jahr 90 nieder. Im 10. Jahrhundert wurden in der Nähe ein Gestüt gebaut, dass letztendlich der Namensgeber der Stadt wurde. Der Name Stuttgart kommt tatsächlich von „Stuotengarten“ und die Ansiedlung wurde im 13. Jahrhundert zur Stadt erhoben. Ab dem späten 15. Jahrhundert wurde die Stadt zum Sitz des Herzogs von Baden-Württemberg. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Stuttgart zur Hauptstadt des württembergischen Königreichs ernannt.  Heute gilt sie als politisches, Finanz und Wirtschaftszentrum Baden-Württembergs. Zahlreiche international renommierte Unternehmen, wie zum Beispiel Porsche, Daimler und Bosch sind in der schwäbischen Hauptstadt angesiedelt.

Was muss man sehen?

Obwohl Großteile der Stadt während des zweiten Weltkriegs zerstört wurden, gibt es einiges zu sehen. Eine Tour durch Stuttgart sollte am imposanten Schlossplatz beginnen. Der bekannteste Platz in Stuttgart ist mit zwei Brunnen und Figuren flankiert. In der Tat wird Stuttgart auch als Stadt der Brunnen bezeichnet, da die Stadt auf den zweitgrößten Mineralwasservorkommens Europas erbaut wurde. Allein im Stadtgebiet liegen etwa 250 Brunnen. Das barocke Neue Schloss, dass am Schlossplatz zu finden ist, stellt mit großer Sicherheit eines der Highlights dar. Direkt daneben liegt das Alte Schloss, dass bereits im Jahre 941 als Wasserburg gebaut wurde. Heute beherbergt das Alte Schloss, dass Landesmuseum Baden-Württembergs. Ein Besuch kann in jedem Fall empfohlen werden.

Vom Schlossplatz aus bietet es sich an über Deutschlands größte Einkaufsstrasse zu schlendern. Auf der Königsstraße gibt es alles zu kaufen und falls die Einkaufstüten mal wieder zu schwer werden, laden sämtliche Cafes zum verweilen ein. Wer sich einen Blick von oben verschaffen möchte, der sollte mit der U-Bahn zum Fernsehturm fahren oder den Santiago de Chile Platz besuchen. Beide Orte bieten einen hervorragenden Blick auf die Stadt und das Umland. Außerdem ist für jeden Automobilbegeisterten ein Besuch im Mercedes-Benz Museum oder im Porsche Museum Pflicht.

Schlossplatz, Stuttgart,
Schlossplatz Abendstimmung im Sommer
Feste und Kulinarisches

Unter Weinkennern ist bekannt, dass Stuttgart zu den ältesten Weinbaugebieten Deutschlands zählt. Bereits seit über 2000 Jahren sind die steilen Hänge von Weingärten und Kellereien geprägt. Aber wir können nicht nur Wein, Stuttgart überzeugt auch mit einer hervorragenden lokalen Küche. Von schwäbischen Klassikern wie zum Beispiel Saure Kutteln, Linsen mit Spätzle, Wurstsalat mit Schwarzwurst oder den Gottesbescheißerle (Maultaschen) gibt es alles was das Herz begehrt. Im Sommer öffnen die vielen Biergärten ihre Tore. Insbesondere wäre hier die Karlshöhe zu empfehlen. Der Biergarten liegt auf der Halbhöhe und bietet einen hervorragenden Blick auf das hektische Treiben der Stadt. Neben Wein und tollen Gerichten, gibt es auch süffiges Bier. Wenn das Wetter also einmal nicht mit spielt und den Gang in den Biergarten nicht ermöglicht, sollte man in der Brauereigastätte Dinkelacker vorbeischauen.

Stuttgart, Spätzle, Deutschland, Essen, Gerichte
Schwäbischer Zwiebelrostenbraten mit Spätzle.

Im Frühjahr findet auf dem Cannstatter Wasen das Frühlingsfest statt. Bei einem frisch gezapften Maß auf dem Wasen begrüßen die Stuttgarter und deren Gäste freudig den Frühling. Im Sommer gibt es an fast jedem Wochenende in einem Stadtteil ein Sommerfest, im Schwäbischen auch „Hocketse“ genannt. Hocketse bedeutet so viel wie „hocket sie sich na“ zu deutsch „setzen sie sich doch hin“. Im September/Oktober findet dann das Cannstatter Volksfest, das Pendant zur Wiesn in München statt. Mit über 4 Millionen Besucher zählt das Volksfest zu den größten Festen Europas. In der Vorweihnachtszeit wird der überregionale Weihnachtsmarkt zu einer der Hauptattraktionen der Stadt. Mittlerweile genießen hier über 3 Millionen Menschen Glühwein, Kinderpunsch und Co. Der bereits im 17. Jahrhundert gefeierte Weihnachtsmarkt zählt heute mit über 280 geschmückten Ständen zu den größten Europas, und erfreut sich mittlerweile über viele Gäste aus Frankreich und der Schweiz.

wir können alles – ausser hochdeutsch!

Ein Besuch nach Stuttgart lohnt sich in jeden Fall. Egal zu welcher Jahreszeit, egal was ihr machen wollt, es ist für alle was dabei. Kommt also vorbei und überzeugt euch von unserem Motto „Wir können alles – außer Hochdeutsch“.

Urlaubsland Baden-Württemberg:

 

 

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