Ozeanien

Samoa – die Perle des Pazifiks

Lalomanu Beach

Stell dir vor du liegst unter einem Dach gemacht aus Palmenblättern und hörst die hohen Wellen des Südpazifiks auf das Riff brechen. Du öffnest die Augen und riechst den Duft des Meeres. Du stehst auf, und öffnest eine Tür aus Bast und gehst drei Treppenstufen hinab und stehst im Sand. Nach wenigen Schritten stehst du im 28 Grad warmen Pazifik und blickst entlang der Küste und denkst dir, dass muss das Paradies sein. Talova Lava – Willkommen in Samoa.

So begann mein Morgen auf den samoanischen Inseln im Pazifik. Im Herzen Polynesiens liegt dieser vom Massentourismus verschonte Ort. Nicht weniger als 13 Zeitzonen und ein Flug von etwa 40 Stunden Dauer trennen Mitteleuropa von Samoa. Was zur Hölle hat mich also nach Samoa getrieben. Die Suche nach dem „Ende der Welt Gefühl“, die wundervollen Traumstrände, die Gastfreundschaft, die polynesische Küche, die Exotik? Ehrlich gesagt fällt es mir schwer eine Antwort zu geben. Aber eine Sache ist klar – Samoa hat mich begeistert und ich werde eines Tages zurückkehren.

To Sua, Samoa
To Sua Ocean Trench
„Samoa? davon habe ich noch nie gehört…“

Diesen Satz habe ich nach meiner Rückkehr nach Deutschland oft genug gehört und möchte euch einen kurzen Eindruck verschaffen.

Anfang des 20. Jahrhunderts war dieser Inselstaat eine Kolonie des deutschen Kaiserreichs. Noch heute findet man Familien die teilweiße einen deutschen Uhrgroßvater oder eine Uhrgroßmutter hatten. Seit 1962 ist Samoa unabhängig und die Bevölkerung ist äußerst stolz auf ihren kleinen Staat in der Südsee. Die heutige Kultur kann man mit der Tonganischen vergleichen, allerdings sind Samoaner offener gegenüber Touristen. In Samoa ist das Dorfleben nach wie vor noch sehr ausgeprägt und die “Matai” kümmern sich um die belange einer Familie.

Ein Matai ist ein “Chef” der Familie. Er schlichtet Streitigkeiten und vertritt sie in auswärtigen Belangen. Er ist jedoch auch haftbar für Vergehen seiner Familie. Die Dorfversammlung besteht aus den verschiedenen Matai aus je einer Großfamilie. Die Matai bestimmen dann einen Dorfchef auf Lebenszeit. Sie können Gesetze für ihr Dorf beschließen, wie zum Beispiel in Manase aus Savai’i – dort wurden dank des Matai Hunde verbannt (Streunende Hunde sind in Samoa ein großes Problem).

Das Dorfleben bestimmt in Samoa nach wie vor den Alltag der Inseln. Die traditionelle Ordnung, die gemeinschaftliche Denkweiße und Herzlichkeit kreiert ein ganz besonderen Gefühl bei den Besuchern, ein Gefühl der Zugehörigkeit. Bis heute habe ich Kontakt zu Freunden, die ich auf Samoa gewonnen habe, und freue mich darauf, sie alle eines Tages wiederzusehen.

Samoa, Savai'i
Sunset at Satuiatua
WARUM ALSO SAMOA

Nach dem ich mittlerweile auf Fidschi, den Cook Inseln und Tonga war, ist Samoa mein heimlicher Favorit. Im folgenden möchte ich dir schildern warum. Traumstrände gibt es auf allen genannten Inseln, eine einzigartige Kultur ebenfalls. In manchen ist die heimische Kultur stärker (z.B Königreich Tonga) und in Anderen (z.B Cook Inseln) weniger ausgeprägt. Dies hängt meiner Meinung stark vorm dortigen Tourismus ab. Dies hat folglich auch Auswirkungen auf die lokale Infrastruktur und vieles mehr.

Was Samoa für mich zu meinem Favoriten macht, sind die unzähligen Fale (Unterkünfte direkt auf dem Strand), tolle freundliche und friedsame Menschen, jede Menge Wasserfälle, Strände und weitere Naturspektakel und natürlich die Gastfreundschaft und polynesische Küche, die ich an keinem anderem Ort in der Südsee so zu spüren bekam.  Wenn du dir nun aber einen Urlaub mit Spa und Jetskis vorstellst, ist Samoa möglicherweiße nicht die ideale Wahl und ich würde eher auf Fidschi oder Cook Inseln tippen. Was Party angeht, ja auf Fischi und den Cooks geht mehr und man kann nach unseren Vorstellungen ausgehen. Aber mal ehrlich, was gibt es in der Südsee schöneres als unter einen wolkenlosen Himmel am Lagerfeuer auf dem Strand, den Gesängen und Getrommel der Samoaner zuzuhören und mitzutanzen.

Meine Reise durch Samoa

Meine Reise durch Samoa begann in Apia, der Hauptstadt auf der Insel U’polu. Auf dem lebendigen Markt werden gute Händler belohnt, denn man muss hier ordentlich handeln, um das ein oder andere Souvenir günstig zubekommen. Nach zwei Nächten in Apia fuhr ich weiter auf die andere Insel, nach Savai’i.

Savai’i ist zwar die größere Insel, allerdings nicht  touristisch nicht vergleichbar erschlossen wie Upolu. Savai’i lockt mit traumhaften Stränden, Lavafeldern, Wasserfällen und hohen Vulkanen.  Nach insgesamt vier Nächsten auf Savai’i ging es weiter an den bekannten Lalomanu Beach im Südosten von Upolu. Er zählt zu Recht zu den schönsten Stränden dieser Welt. Vor etwa sieben Jahren spielte sich allerdings in dieser Gegend eines der größten Katastrophen des Landes ab. Nach einem starken Erdbeben im Südpazifik im Jahre 2009 zerstörte ein Tsunami die gesamte Küstenregion. Einige Menschen starben und die komplette Infrastruktur wurde vernichtet. Zudem zerstörte die Monsterwelle die Riffe und deshalb findet man kaum lebendige Korallen in dieser Gegend.

Andres reisetipps:
  • Direktflüge ab Auckland, Sydney, Fidschi und Honululu
  • Probier „Oka“ – Roher Fisch eingelegt in Zitronensaft und Kokusnussmilch
  • Vailima Bier
  • Nehmt eucht mindesten 1,5 Wochen Zeit und erkundet beide Inseln Upolu und Savai’i
  • Auf Upolo:
    • Apia Markt
    • Lalomanu Beach
    • Namu’a Island Tagestrip
    • Vavau Beach
    • Übernachte hier: Faofao Beach Fale
    • To Sua Ocean Trench
    • Ofa Wasserfall
  • Auf Savai’i:
    • Zwei Nächte bei Fagamalo
    • Zwei Nächte bei Joeland Beach Fales
    • Around-the-island Tour zu den Lavafeldern, Aganoa Beach, Afu-A-Au Wasserfälle, Alofaaga Blowholes und Sonnenuntergang in Satuaitua Beach Fales

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